Gabriele-Hofer - Lexikon

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Ajourgewebe

Alle Stoffe mit Lochmuster werden Ajourgewebe genannt - egal ob gewebt, gestrickt oder gestickt. Ajourstickerei ist auch bekannt unter den Namen Bohrstickerei, Broderie anglaise, Hohlsaum-, Madeira- oder Lochstickerei. Häufig werden bei Tischwäsche die Säume mit einem Ajoursaum veredelt, so wie bei vielen wunderschönen Decken von Leitner oder Eri.

Allover

'Allover' ist engisch und bedeutet "über die gesamte Fläche". Wenn die Musterung oder der Druck auf Geweben gleichmäßig über die gesamte Warenbreite verläuft. Schöne Beispiele finden Sie u.a. bei der Missoni-Bettwäsche.

Animal Print

Im Tierfellcharakter (z.B. Wildkatzen-, Leopard-, Zebra- oder Kuhmuster) bedruckte Dekorations- und Heimtextilien. Bei dem Designer Roberto Cavalli beispielsweise gehört der Animal Print zu den Markenzeichen.

Baumwolle

Baumwolle ist zu 100 Prozent pflanzlichen Ursprungs. Sie wird aus den Samenhaaren der malvenähnlichen Baumwollpflanze gewonnen. Baumwolle zählt nach wie vor zu den wichtigsten Textilrohstoffen. Aus ihr werden auch im Bereich homefashion die unterschiedlichsten Produkte gefertigt - von Tischdecken über Kissenbezüge bis hin zu Lampenschirmen. Dabei kann die Baumwolle je nach Verarbeitungsweise sehr unterschiedlich aussehen. Baumwoll-Satin beispielsweise wie er häufig bei Bettwäsche (Christian Fischbacher) verwendet wird, ist seidig-glatt, fühlt sich kühl und leicht an. Bei Frotteehandtüchern wird Baumwolle in Schlingen gewebt, ist kuschelig-weich und sehr saugfähig. Baumwolle ist als Alltagsstoff leicht zu pflegen: Produkte aus Baumwolle können ohne weiteres gewaschen, teilweise sogar problemlos gekocht und im Trockner getrocknet werden.

Chenille

Mit dem Begriff Chenille bezeichnet man ein hochwertiges Gewebe, dass eine flauschig weiche, samtig wirkende Oberfläche hat. Chenille wird aus einem besonderen Garn hergestellt, welches aus Baumwolle, Mischgewebe oder Polyacryl sein kann. In jedem Fall sieht es aber aus wie eine Raupe, womit sich auch der Name (Chenille franz. = Raupe) erklärt. Es zu einem Chenille-Gewebe zu verarbeiten, ist besonders aufwändig. Der Stoff selbst ist dann aber auch erstaunlich robust, außergewöhnlich abriebfest, strapazierfähig und dem zu Folge auch extrem langlebig. Das traditionsreiche Familienunternehmen Feiler hat sich auf die Herstellung buntgewebter Chenille-Bordüren spezialisiert. Eine wunderschöne Handtuchkollektion ist das sehens- und berührenswerte Ergebnis.

Damast

Damast ist kein eigenständiges Fasermaterial wie Seide oder Wolle, sondern bezeichnet eine besonders aufwändige Webtechnik. Bei Damast sind vom Gewebe einmal mehr die Kettfäden, dann wieder die Schussfäden zu sehen. So erhalten selbst an sich unifarbene Stoffe dezente Muster und eine gewisse Struktur. Tischdecken oder Servietten aus Damast weisen Muster auf, die durch die unterschiedliche Lichtreflexion der verschieden Anordnungen der Fäden entstehen. Sie sind besonders bei schrägem Lichteinfall zu erkennen und bestehen zumeist aus floralen oder geometrischen Elementen. Damast kann sowohl aus Seide, Leinen oder Baumwolle hergestellt werden. Aus Damast bestehen beispielsweise die Leinentischwäsche „Tivoli“ von Le Jacquards Francais oder die Bettwäsche „Silence“ von Yves Delorme.

Daunen

Unter Daunen versteht man das untere, hautnahe Federkleid des Wassergeflügels, das aus kleinen Büscheln von leichten, flaumigen Strahlen besteht, d.h. aus Härchen, die aus einem punktförmigen Kern wachsen, der jedoch kein Kiel ist. Daune ist gleichbedeutend mit Flaum. Die DIN EN 12934 regelt die Begriffsbestimmungen, Bearbeitungskriterien sowie die Bezeichnungen für Bettfedernsorten. Wenn Angaben zur Farbe gemacht werden, sind folgende Bezeichnungen erlaubt: Weiß, Halbweiß, Grau (gilt auch für andere bunte Federn).

Die Daune zählt seit jeher zu den edlen Steppbettenfüllungen. Sie ist leicht, weich und wegen ihrer großen Füllkraft, besonders bei großflockiger Ware, wärmespeichernd und sie wirkt isolierend.

Bezeichnung der Qualitätsmischungen von Daunen nach RAL*:

 

Bezeichnung

Daunen (mindestens)

Daunenhaltige Federn

Halbdaunen

Dreivierteldaunen

fedrige Daunen

Daunen

9%

15%

30%

50%

90%

*EDFA - Verband der Bettwarenindustrie, Mainz

Doubleface

Doppelgewebe, meist aus Wolle, Baumwolle oder Leinen, hat „zwei Gesichter“ mit unterschiedlichen Farben oder Mustern. Bei diesem Wende-Design können beide Seiten als Schauseite verwendet werden.

Eiderdaune

Diese Daune stammt von der Eiderente, deren Heimat die Küsten nördlicher Meere sind. Ihr lateinischer Name (Anas somateria mollissima) bedeutet so viel wie „die mit dem molligsten Körper“. In der Natur dient dieses Füllmaterial zur Auspolsterung der Nester und schützt die Brut vor Kälte und Wind.

Die Eiderdaune ist an ihrer bräunlichen Farbe und der klettigen Struktur zu erkennen. Sie ist sehr groß und hat zahllose Verästelungen. Trotz ihrer Größe ist sie leichter und feiner als die normale Gänse- und Entendaune. Da es nur wenig Eiderenten gibt, werden ihre Daunen entsprechend teuer gehandelt. Eiderdaunen werden von Hand gesammelt. Auch die Verarbeitung in Bettfedernfabriken ist größtenteils Handarbeit. Eine Füllung, die aus Eiderdaunen besteht, muss in der Klasse I (Neu) mindestens zu 95% aus Eiderdaunen bestehen. Geringfügige Anteile anderer Elemente oder Daunen und Federn anderer Geflügelarten sind technisch unvermeidbar. Die Bezeichnung Eiderdaune ist nicht zulässig bei Beimischungen anderer Daunen von Gänsen und Enten.

 

Fake Fur

Dank ausgeklügelter, aber auch sehr aufwändiger Herstellungsverfahren sieht „Fake Fur“, also Kunst- oder auch Webpelz genannt, heute täuschend echt aus. Er besteht in der Regel aus Baumwolle, Polyester und Polyacryl-Fasern. Die Polyacryl-Fasern werden in ein Grundgewebe aus Baumwoll-Polyester-Mix eingewebt. Es sind sehr viele Arbeitsschritte notwendig, allein schon, um die Färbung der Haare vorzunehmen. Häufig sind die Wurzeln der Haare hell und die Spitzen dunkel, so dass beim Darüberstreichen ein melierender Effekt wahrnehmbar ist, der dem echten Pelz täuschend ähnlich sieht. Kissen und Tagesdecken von Thomas Albrecht sind häufig aus und mit Webpelz gearbeitet. Überzeugen Sie sich von der unvergleichlichen Qualität. Sie werden begeistert sein. 

Fil à Fil

Der Begriff Fil à Fil (franz. „Faden an Faden“) ist die Allgemeinbezeichnung für leinwand- oder köperbindige Stoffe. Sie werden meist aus zwei verschiedenfarbigen, doppelt gezwirnten Garnen gewoben. Hierdurch zeigt Fil à Fil einen aparten, bewegten Farbeffekt.

Fil à Fil-Stoffe zeichnen sich durch eine besondere Dichte des Gewebes aus. Die trockene, feste Haptik verbunden mit einem leicht anmutenden Seidenglanz verstärkt die Raffinesse dieser exklusiven Stoffe. Christian Fischbacher hat diese attraktive Webtechnik bei einigen seiner Bettwäsche-Garnituren hervorragend umgesetzt. 

Frottier

Frottier oder Frottée sind längst nicht das Gleiche. Bei Frottier spricht man von einem Dreifadengewebe mit Schlinge und bei Frottée von einem Zweifadengewebe mit Effektgarn. Bei Gabriele Hofer finden Sie zahlreiche Frottier-Qualitäten, z.B. von Christian Fischbacher oder Yves Delorme. Vor 150 Jahren waren Frottiergewebe in Europa noch völlig unbekannt. Ihre Heimat ist der Vordere Orient, von wo die Kunst des Schlaufenwebens über England und Frankreich nach Deutschland kam.

Man unterscheidet vier Grundqualitäten:      Walkfrottier ist sehr weich und flauschig. Seine duftige Fülle verdankt es lockeren Schlingen aus weichen Garnen. Sein Vorteil ist die hohe Saugfähigkeit.

Zwirnfrottier ist fest im Griff. Durch gezwirnte Schlingenfäden hat es einen hohen Massageeffekt.

Veloursfrottier hat eine samtweiche Oberfläche, da die Schlingen aufgeschnitten sind. Es gehört zu den wertvollsten Frottierarten.

Wirkfrottier wird nicht gewebt, sondern gewirkt und vereint alle guten Frottiereigenschaften: gute Saugfähigkeit, leichte Massagewirkung, Schlingenfestigkeit und Weichheit.

Halbleinen

Als Halbleinen wird ein Gewebe bezeichnet, das in der Kette aus reiner Baumwolle und im Schuss aus reinem Leinengarn besteht. Der Gewichtsanteil des Leinens muss mindestens 40% betragen. Viele wunderbare Tischdecken wie beispielsweise „Mariage“ von Leitner sind aus Halbleinen gefertigt.

Hohlsaum

Ein Hohlsaum veredelt vor allem Tisch- und Bettwäsche. Christian Fischbacher, Leitner und viele weitere Hersteller zeigen dafür wunderschöne Beispiele. Bei dieser gitterartigen Durchbruchstickerei werden Fäden aus dem Stoff gezogen, so dass Durchbrechungen im Stoff entstehen. Die stehengebliebenen Fäden werden mit Stickstichen mustermäßig in Gruppen zusammengefasst. Da die Stabilität des Stoffes durch das Entfernen der Fäden geschwächt wird, wendet man diese Technik vor allem für Ränder an. Wird auch > Ajourstickerei genannt.

Hotelverschluss

Als Hotelverschluss bezeichnet man eine Verschlussform für Bezüge von Kopfkissen und Bettdecken, die ohne Reißverschluss oder Knöpfe auskommt. Dabei wird der Stoff am offenen Ende des Bezuges einseitig ein Stück nach innen eingeschlagen und am Rand vernäht Kissen und Einziehdecke werden durch den Einschlag im Bezug gehalten.

Bettdecken und Kopfkissen mit Hotelverschluss können schneller bezogen werden als solche mit Knopfverschlüssen, weswegen sie besonders in Hotels (daher der Name) und Krankenhäusern, aber auch im häuslichen Bereich verwendet werden. Zudem lassen sich Bezüge mit Hotelverschluss leichter mangeln oder bügeln als Bezüge mit Knöpfen oder Reißverschluss. Sämtliche Bettwäsche-Garnituren von Christian Fischbacher werden mit Hotelverschluss angeboten.

Ikat

Ikat ist eine Webtechnik, bei der Garnabschnitte vor der Verarbeitung eingefärbt werden. Man kann eine oder viele Farben verwenden, auch können Abschnitte ungefärbt bleiben. Der Begriff bedeutet übersetzt abbinden oder umwickeln.

Bei der Grundtechnik entstehen auf dem Gewebe einfache Streifen. Indem unterschiedliche Abschnitte gefärbt werden, können geometrische Muster, aber auch komplexe Strukturen hergestellt werden. Es können die Kett- und/oder die Schussfäden gefärbt werden. Werden beide Fadengruppen eingefärbt, spricht man von Doppelikat. Ikat-Stoffe waren im 18. Jahrhundert in Europa unter dem Namen Chiné als Kleidungsstoffe beliebt und werden in Japan noch heute für wertvolle Kimonos benutzt. Christian Fischbacher hat mit dieser Technik eine elegante Bettwäsche geschaffen.

 

 

Jacquards

Jacquards sind Stoffe mit kunstvoll eingewebten Mustern. Die aufwändige Technik machte Joseph Jacquard möglich - er erfand zu Beginn des 19. Jahrhunderts den richtigen Webstuhl dafür. Jacquards können aus Seide, Viskose, Baumwolle, Wolle oder Mischgeweben sein. Christian Fischbacher verwendet diese Technik häufig in seinen Bettwäsche-Kollektionen.

Jersey

Jersey ist ein klimaregulierender Strickstoff, der besonders weich, leicht elastisch und geschmeidig ist (ähnlich einem T-Shirt-Stoff). Besonders leichte und hochwertige Ware wird auch als Feinjersey bezeichnet. Er eignet sich besonder gut für Bettwäsche. Komfortabel ist auch, dass Jersey-Bettwäsche bügelfrei und somit sehr pflegeleicht ist. Durch die hohe Saugfähigkeit ist sie perfekt für den Sommer geeignet. Da der Stoff auch klimaregulierend wirkt, kann Jersey als Ganzjahres-Bettwäsche eingesetzt werden.Schauen Sie doch mal bei Christian Fischbacher.